EnerGeno erfolgreich trotz Klimaschutz-Bremse der Bundesregierung – erneut 4,5% Ausschüttung – TÜV-Zertifikat für lokalen Sonnenstrom im Bürgerwerke-Angebot

Ihr 600. Mitglied konnte die größte Heilbronner Bürger-Energie-Genossenschaft EnerGeno anlässlich ihrer Generalversammlung begrüßen. Ein Plus von 174 seit Anfang 2015. Im Abraham-Gumbel-Saal des Heilbronner Bankhauses konnten Vorstand und Aufsichtsrat der unabhängigen EnerGeno Heilbronn-Franken eG über die positive Entwicklung der Genossenschaft berichten.

Die Mitgliedschaft bei der EnerGeno ist schon mit einem Anteil von 100 Euro möglich. Gemeinsam haben die Mitglieder inzwischen über 3,7 Millionen Euro eingebracht, Anfang 2015 waren es noch 2 Millionen Euro. Vorstand Georg Dukiewicz bedankte sich für das dadurch zum Ausdruck gebrachte Vertrauen: „Damit war es uns möglich, unsere Anlagenleistung von 3,3 MWp Anfang 2015 auf 6,8 MWp Ende 2015 innerhalb eines Jahres erneut zu verdoppeln!“ Die größte neue Anlage im vergangenen Geschäftsjahr war mit 2,9 MWp der 2 km lange Solarpark bei Kirchardt an der A6. Unter Federführung der EnerGeno beteiligten sich drei weitere Bürger-Energie-Genossenschaften an dem regionalen Leuchtturmprojekt für die Energiewende.

Während der Generalversammlung in Heilbronn wurde schon wieder auf der nächsten Groß-Baustelle der EnerGeno gearbeitet. Über vier Millionen Euro investiert die EnerGeno momentan in einen 4,4 MWp Solarpark bei Grassau (Süd-Brandenburg). Realisiert wird die Anlage von der Firma Widmann Energietechnik aus Neuenstadt und finanziert von der Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim. Mit ihren Anlagen kann die EnerGeno damit künftig Sonnenstrom für rund 3.300 Haushalte produzieren und spart so jährlich über 6.182 Tonnen CO2 ein.

„Mit der neuesten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird Deutschland die selbstgesteckten Klimaschutz-Ziele verfehlen. Da die Bundesregierung weiterhin die Rahmenbedingungen für die Energiewende in Bürgerhand verschlechtert, müssen wir uns unabhängig von den politischen Bremsern machen“, zeigte sich Vorstand Dukiewicz kämpferisch und erläuterte den Mitgliedern die Bedeutung der Strom-Eigenvermarktung für die EnerGeno. Bereits 479.000 kWh konnte die EnerGeno im vergangenen Jahr ohne Inanspruchnahme der EEG-Vergütung vermarkten. Im laufenden Jahr soll dieser Anteil auf eine Million kWh gesteigert werden, gab Dukiewicz als Ziel aus: „Das wäre ein Sechstel unserer Stromproduktion.“

Als „EnerGeno-Strom“ wird der in der Region produzierte Sonnenstrom an Haushalte geliefert. Das Angebot hat die EnerGeno als Gründungsmitglied des Genossenschafts-Verbunds Bürgerwerke entwickelt. Die Stromqualität der Bürgerwerke wurde jetzt sogar vom TÜV Nord zertifiziert. „Trotz der nachweislich hohen Qualität unseres Ökostrom-Angebots ist die EnerGeno preislich auf Augenhöhe mit dem Standardtarif mit Kohle- und Atomstrom des regionalen Platzhirschs“, freut sich Dukiewicz. Noch während der Generalversammlung wurden einige neue Stromlieferverträge abgeschlossen.

Vorstand Hartmut Ehrmann präsentierte die Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres. Die Erträge stiegen auf 252.900 Euro (Vorjahr 201.100 Euro). Dank langsamer von 147.000 Euro auf 164.300 Euro steigender Aufwendungen, konnte der Gewinn deutlich von 42.906 Euro auf 77.222 Euro gesteigert werden. Die Mitglieder stimmten bereits im dritten Jahr in Folge für eine Ausschüttung von 4,5% ab dem zweiten Jahr der Einlage.

Bei der Wahl zum Aufsichtsrat wurde Bertram Vögele, Geschäftsführer des gleichnamigen Familienunternehmens aus Lauffen am Neckar, neu in den neunköpfigen Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Koring bedankte sich bei Marc Härdtner für sein langjähriges Engagement im Aufsichtsrat. Härdtner trat aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl an. Die vier anderen, dieses Jahr zur Wahl stehenden, Aufsichtsräte wurden wieder gewählt.

Weitere Informationen zur EnerGeno finden Sie auch im Internet unter www.eghf.de

Grassau: Während der Generalversammlung in Heilbronn wurde schon wieder auf der nächsten Groß-Baustelle der EnerGeno gearbeitet.