ENERGENO AUF EXPANSIONSKURS

GRÖSSTE PHOTOVOLTAIK-ANLAGE ENTSTEHT 2016 IM BRANDENBURGISCHEN GRASSAU – RENDITE BEI 4,5 PROZEN

15.02.2016, Heilbronner Stimme, Region Heilbronn, u.A.

Von unserem Redakteur Joachim Friedl

HEILBRONN Die Bürger-Energie-Genossenschaft (Energeno) Heilbronn-Franken ist weiter auf Wachstumskurs. Nach dem Neubau von zwei Photovoltaik-Anlagen in Talheim und Kirchardt im vergangenen Jahr hat die Genossenschaft ihre Anlagenleistung erneut verdoppelt. „Mit 6,8 Megawatt Gesamtleistung, erzeugt an 14 Standorten, sind wir nun der größte Betreiber von Photovoltaik-Anlagen in Heilbronn. Damit können rund 2000 Haushalte mit Energie versorgt werden“, freut sich Vorstandsmitglied Georg Dukiewicz über die Entwicklung von Energeno in den zurückliegenden fünf Jahren. Damit sei die Bürgerenergiegenossenschaft Heilbronn, hinter der die Stadt und die Zeag stehen, überholt worden.

4,4 Millionen Euro Und das nächste Projekt wartet schon: Im südbrandenburgischen Grassau hat Energeno ein 39 000 Quadratmeter großes Gelände gekauft, auf dem bisher die Ruinen einer Schweinezucht und seit Jahren nicht mehr genutzte Milchviehställe standen. Sie werden abgerissen. Auf den Fundamenten der Gebäude entsteht noch im ersten Halbjahr 2016 eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 4,4 Megawatt. „Das wird dann unsere größte Anlage sein. Sie wird 1245 Haushalte mit Strom versorgen“, sagt Energeno-Projektleiter Daniel Knoll. Die Genossenschaft investiert in das Projekt, das von der Neuenstädter Firma Widmann Energietechnik realisiert wird, 4,4 Millionen Euro. Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 hat Energeno damit nahezu 12,2 Millionen Euro in Photovoltaik-Anlagen investiert.

Verzinsung Über die Bürgerwerke, größter Zusammenschluss von Energiegenossenschaften in Deutschland, vermarktet Energeno etwa 30 Prozent der erzeugten Energie an eigene Mitglieder. Die Kilowattstunde ohne Laufzeitbindung kostet 27,3 Cent (Vorjahr 26,3 Cent).

Die zwischenzeitlich 570 Mitglieder haben aktuell mehr als drei Millionen Euro an Anteilen gezeichnet. Das entspricht pro Mitglied im Schnitt 5700 Euro. Die Rendite lag 2015 bei 4,5 Prozent. „Bei unserer Hauptversammlung am 28. Juni werden wir dieselbe Verzinsung vorschlagen“, verspricht Dukiewicz.

„Vorerst kein Thema“ ist bei der Energeno die Windkraft: „Die Energiegewinnung ist nicht so wirtschaftlich wie bei Photovoltaik. Aber wir beobachten den Markt“, sagt Dukiewicz. Nach wie vor oberstes Ziel von Energeno ist, die Energiewende weiter voran zu treiben.

Bildunterschrift: Mit Photovoltaik-Anlagen ist die Energeno gut im Geschäft. Foto: Stockburger