Durchschnittlich 200 Mitglieder haben die 152 Energie-Genossenschaften in Baden-Württemberg, berichtete Lukas Winkler vom Genossenschaftsverband bwgv in seinem Impulsvortrag bei der Generalversammlung der EnerGeno Heilbronn-Franken eG. Als eine der großen Energie-Genossenschaften konnte die Heilbronner EnerGeno sogar 759 Mitglieder zu ihrer jährlichen Versammlung einladen.

Mit über 11 Millionen Kilowattstunden hat die EnerGeno ihre Sonnenstrom-Ernte im vergangenen Jahr um 77% gesteigert. Mit dem Kauf der beiden Photovoltaik-Anlagen am Audi-Standort Neckarsulm betreiben die Heilbronner Energie-Bürger inzwischen an 22 Standorten Photovoltaik-Anlagen mit über 16 Megawatt Leistung. Für rund 5.000 Haushalte wird damit dieses Jahr Ökostrom produziert.

Neben den ganz großen Solarparks gibt es jetzt auch die ganz kleinen Sonnenstrom-Erzeuger. Die von der EnerGeno angebotenen 1 mal 1,6 m großen Solargeräte kann jeder ganz einfach selbst daheim aufstellen, einstecken und den eigenen Sonnenstrom direkt im Haushalt verbrauchen. Je nach Standort lassen sich so 50 bis 90 Euro Stromkosten im Jahr sparen. „Mit 27 der Solarmodule wird bei unseren EnerGeno-Mitgliedern schon Sonnenstrom hausgmacht.“, freute sich EnerGeno-Vorstand Dukiewicz.

Mit dem Slogan „Hausgmacht ischs am beschda“ war der Abraham-Gumbel-Saal im Heilbronner Bankhaus passend plakatiert. „Maultaschen und der Kartoffelsalat von Oma“, seien auf den Plakaten neben einem Solarmodul abgebildet, erklärte Dukiewicz. Mit der ungewohnten Verbindung will die EnerGeno auch auf ihren regionalen Ökostromtarif aufmerksam machen. Von 600.000 auf über eine Million Kilowattstunden hat die EnerGeno ihren Absatz in diesem Geschäftsfeld im vergangenen Jahr gesteigert.

Vorstand Hartmut Ehrmann präsentierte bei der Versammlung die Bilanz. 5,6 Millionen Euro hatten die Mitglieder zum Stichtag in die Genossenschaft eingelegt, die damit im vergangenen Jahr einen Jahresüberschuss von 177.940 Euro erwirtschaftete. Der Gewinn wurde somit um 49,5 Prozent gesteigert. Die Mitglieder stimmten bereits im fünften Jahr in Folge für eine Ausschüttung von 4,5 Prozent ab dem zweiten Jahr der Einlage. Im laufenden Jahr sind bis dato weitere 519.000 Euro eingelegt worden.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die vier zur Wiederwahl angetretenen Mitglieder Michael Humburg, Frank Jauchstetter, Frank Mosthaf und Sathees Sabaratnam bestätigt, neu hinzu gewählt wurde Maximilian Wörle. Zum jetzt neunköpfigen, ehrenamtlichen Aufsichtsrat gehören außerdem Ulrich Koring, Ulrich Hanff, Jürgen Hellgardt und Bertram Vögele, deren dreijährige Amtszeit noch bis nächstes Jahr läuft.